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 KONTAKT
 DIE GRÜNEN ASCHACH / DONAU

 Dr. Judith Wassermair

 Grünauerstraße 10
 4082 Aschach an der Donau

 Tel: 0664/9151404
 judith.wassermair@gmx.at
 www.gruene-aschach.at

 Wir stellen uns auf der
 Bezirkshomepage vor:

 Gemeindegruppe ASCHACH / DONAU

Silos - grosskariert
von Dr. Judith Wassermair

 

Was soll ein schwarzer Bürgermeister tun, wenn der Raiffeisenkonzern etwas will und die Landes- ÖVP dahinter steht? Eh klar, er muss die Krot schlucken, ob er will oder nicht. Ob eine der ältesten Siedlungen an der Donau für immer verschandelt wird, spielt dabei keine Rolle. Die Industrie geht sprichwörtlich  über Leichen - im konkreten Fall über die Leiche des Aschacher Ortsbildes.

Der Ortsbildbeirat, ein Gremium aus drei Experten (DI Roland Forster, DI Wolfgang Hüthmair, DI  Gernot Hertl), das solchen Kulturfrevel eigentlich verhindern soll, versucht sein Gesicht nicht ganz zu verlieren. Im  OÖN-Interview vom 26.3.2015 werden Vorschläge zur Verschönerung der 32 Meter hohen Silos mittels Netzbespannung  in  Karomuster gemacht.                                                                          

Der Ortsbildbeiratsvorsitzende DI Roland Forster meint dazu wortwörtlich: "Es war eine lange Auseinandersetzung zur Schadensbegrenzung und um das Schlimmste zu verhindern". 

Also sehen sie das genau so wie wir – das Schlimmste für Aschachs Ortsbild soll behübscht werden, eine Alibihandlung, weil man dann sowieso nichts und nie wieder etwas retten kann. Dass sie das Projekt in seiner Monstrosität letztendlich durchwinken, lässt tief blicken. Ein böswilliger Mensch könnte zu der Meinung gelangen, sie seien unter Druck gesetzt worden.

Allerdings, der Letztentscheidende  ist der Bürgermeister. Er wurde von den Aschacherinnen und Aschachern gewählt, damit er ihre Interessen gut vertritt. Ihnen ist er verpflichtet, nicht der ÖVP und nicht der RWA.
Bis jetzt wurde von Aschach immer als von unserem „lieblichen Markt an der Donau“ gesprochen. Falls er ja sagt, muss er in Zukunft von „Aschach an den Silos“ sprechen, weil lieblich ist dann nichts mehr.

Wir haben nochmals eine Serie von Visualisierungen gemacht und sie dem Ortsbildbeirat zur Verfügung gestellt. Damit schon im Vorfeld für die Bürgerinnen und Bürger klar ersichtlich ist, was auf unseren Ort zukommt, wenn das Siloprojekt in dieser Form genehmigt wird,  zeigen  wir in dieser Zeitung die Vorher-Nachher-Darstellungen.


Verkehrsentwicklung
Eine Beurteilung durch einen unabhängigen Verkehrsexperten wurde beschlossen.
von Judith Wassermair

 

Betriebserweiterungen und andere in Planung befindliche Projekte werden in Aschach zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen führen. Um abschätzen zu können, wie sich diesbezügliche Gemeinderatsbeschlüsse auswirken werden, war es aus unserer Sicht wichtig, dass sich die  Gemeinderäte auf die Beurteilung durch einen unabhängigen Verkehrssachverständigen stützen können.

Der Dringlichkeitsantrag wurde am 9.2.2015 mit den Stimmen der Grünen, der SPÖ und 3 FPÖ-Gemeinderäten beschlossen.  Prof. Macoun wurde inzwischen beauftragt und war schon zu einem Lokalaugenschein in Aschach.

 

Antrag Verkehrsuntersuchung (pdf)


 

Wirtschaft ist wichtig, aber nicht auf Kosten der Menschen.

Die letzten Monate waren von Gutachten, Medienberichten, der Berichterstattung in sozialen Netzwerken und von Gesprächen mit den Anrainern und Anrainerinnen bestimmt. All das hat uns beschäftigt. Schnell wurde auch klar, wo der Hauptnachteil gegenüber der RWA liegt. So ein Konzern kann aus ungleich größeren Ressourcen von Zeit und Geld schöpfen.

Als unmittelbar Betroffene in der Abelstraße können wir selbst von einer Beeinträchtigung der Lebensqualität sprechen. Für die Situation der Anrainer und Anrainerinnen in der Stiftstraße, die direkt neben dem Industriegebiet der RWA leben, ist die Situation im Vergleich aber noch um einiges belastender.
Es zahlt sich aus, mit diesen Menschen zu reden. Es zahlt sich aus, von ihren Balkonen, Terrassen und aus ihren Fenstern zu schauen und sich vorzustellen, wie ihr künftiger Blick aussehen wird. Und es zahlt sich aus, dafür einzutreten, dass nicht nur Konzerne zu ihrem Recht kommen, sondern auch Bürger und Bürgerinnen ihr Recht einfordern können.

Wir sprechen hier nicht nur von rein optischen Beeinträchtigungen, welchen mit Verhüllungsmaßnahmen beigekommen werden soll. Wir sprechen vor allem von beachtlichen Lärm-, Staub-, Feinstaub- und Verkehrsbelästigungen, die nicht nur die unmittelbare Anwohnerschaft betreffen werden.
Arbeitsplätze sind wichtig, aber nicht zu jedem Preis. Wirtschaft ist wichtig, aber nicht auf Kosten der Menschen.

Erhard Wimmer & Marie Ruprecht-Wimmer


Klar geregelt: Lagerplatz, kein Verladeplatz
von Judith Wassermair

 

Seit 2008 nutzte die Fa. Pichler Ziegelwerk den ehemaligen „Obermayrgrund“  immer wieder als  Lagerplatz und auch als Verladeplatz, ohne dass dafür eine behördliche Genehmigung vorlag.
Um die Sache zu legalisieren, stellte die Fa. Pichler 2014 einen Antrag bei der Gewerbeabteilung der BH Eferding auf „Änderung der Betriebsanlage durch Errichtung eines neuen Lagerplatzes“.

Betroffene Nachbarn engagierten sich nun für eine Lösung ohne zusätzliche Umweltbelastungen und formulierten in einem Schreiben an die BH ihre Forderungen,  denen sich 50 Unterzeichnende  aus der nahen Umgebung anschlossen. Ing. Werner Schalek war dabei federführend und brachte den Inhalt auch bei der nachfolgenden Verhandlung vor.

Durch die Einrichtung eines neuen Lagerplatzes

  • soll und darf die Lebensqualität nicht gemindert werden, insbesondere nicht durch höhere Umweltbelastungen aus Lärm, Staub und Verunreinigung des Bodens.
  • dürfen  keine zusätzlichen Risken im öffentlichen Straßenverkehr durch Materialan - und ablieferung entstehen.

Im Detail wurde von den Unterzeichneten daher vom Betreiber der zukünftigen Betriebsanlage gefordert:

  1. Keine Erhöhung bzw. Erweiterung der Produktionskapazität, da generell zu befürchten ist, dass der LKW-Verkehr auf der Ziegeleistraße und der Grünauerstraße  durch die vergrößerte Lagerfläche zunehmen wird.

    Die derzeitige LKW-Belastung ist bereits oft nur schwer ertragbar und für Schulkinder und ältere Personen, die diese Straßen überqueren müssen, ein bestehendes Gefahrenpotential. Daher die Einwendung gegen jede Ausweitung des Lkw-Verkehrs.

  2. Neuer Lagerplatz

    - nur für die Lagerung von Fertigprodukten, Tonziegel auf Paletten versandfertig
    - kein Verladeplatz, d.h. keine Verladetätigkeit
    - kein Abstellplatz, d.h. kein Abstellen bzw. Parken von LKWs

  3. Maßnahmen, dass in Zukunft aufgrund von Starkregen kein Material (Ziegelbruch) von der  Betriebsanlage in die Ziegeleistrasse geschwemmt wird.

  4. Ausführung des neuen Lagerplatzes so, dass garantiert keine zusätzliche Umweltbelastung durch Staubentwicklung, im Besonderen durch Feinstaub entsteht.

  5. Betrieb des Lagerplatzes innerhalb der zulässigen Schallwerte von Montag bis Samstag mittags, d.h. Einhaltung der Wochenendruhe

  6. Zu den bestehenden zwei Zu – und Abfahrten zur Betriebsanlage keine zusätzlichen bzw. neuen Zu - und Abfahrten zum neuen Lagerplatz.

  7. Absicherung des Betriebsgeländes im Bereich des Lagerplatzes aus Sicherheitsgründen gegen unbefugtes Betreten entlang der Ziegeleistrasse . 

Die Einwände  wurden beim Lokalaugenschein und der mündlichen Verhandlung großteils  berücksichtigt.

Allerdings war der Bescheid , der daraufhin von der BH  erging, eigentümlicherweise weitreichender als der von der Firma Pichler gestellte Antrag, und schloss eine Verladetätigkeit auf LKWs  auf dem  Lagerplatz nicht aus.
Deswegen wurde von Herrn Ing. Schalek und mir eine Beschwerde  beim Landesverwaltungsgericht eingebracht, der in einer Verhandlung Anfang März stattgegeben wurde.
Es wurde klargestellt, dass die beantragte Fläche nur als Lagerplatz genutzt und nur mit Staplern zur Palettenmanipulation befahren werden und keine LKW- Beladung stattfinden darf. Die LKW- Beladung erfolgt wie derzeit auf dem Verladeplatz vor den Produktionshallen.

Ein Beispiel dafür, dass sich engagierte Anrainer und Anrainerinnen Gehör verschaffen und etwas erreichen können.